Einige sektorale Tarifverträge, die niedrigere Rechte für Arbeitnehmer (im Vergleich zu anderen sektoralen Tarifverträgen) vorsehen, wie der Tarifvertrag für die Textil-, Bekleidungs-, Leder- und Lederverarbeitende Industrie Sloweniens, werden von den Arbeitgebern bei der Aushandlung anderer sektoraler Tarifverträge verwendet, um zu versuchen, die Standards für Arbeitnehmer zu senken. Die Sozialpartner arbeiteten an dem Projekt “Modernisierung der Arbeitsbeziehungen durch Förderung der Erneuerung von Tarifverträgen” (2013–2014) mit. Es liegen keine nationalen (offiziellen noch inoffiziellen) Daten über Streiks in Slowenien vor. Die Hauptgründe für tariflichen Maßnahmen waren Lohnkürzungen und Lohnrückstände. Mechanismen zur Beilegung von Kollektivstreitigkeiten sind in den Tarifverträgen enthalten. Es liegen jedoch keine Daten über ihre Verwendung vor. Die sozialen Garantien für die Besatzung sind auf höchstem Niveau: Ein fähiger Seemannslohn beträgt 1.590 US-Dollar und ein Kapitänslohn 9200 US-Dollar. Neben der ITF-Vereinbarung gibt es die Versicherungszertifikate, die das Seearbeitsübereinkommen verlangt. Gemäß dem Tarifvertrag ist ein Besatzungsmitglied im Todesfall für 104.866 US-Dollar versichert. Das Arbeitsverhältnisgesetz erwähnt Schichtarbeit nicht als Arbeit unter besonderen Arbeitsbedingungen und schreibt daher keine Zusatzvergütung vor. Schichtarbeit kann in Branchentarifverträgen definiert werden.

Der Tarifvertrag für den Einzelhandel (2014) definiert Schichtarbeit als Arbeit, die alternativ in der Morgen-, Nachmittags- oder Nachtschicht geleistet wird und je nach 5- oder 6-Tage-Woche 6 bis 8 Stunden pro Tag dauert. Im Schichtdienst arbeitet der Arbeitnehmer eine Woche oder einen Tag in der Frühschicht und die nächste Woche oder den nächsten Tag in der Nachmittags- oder Nachtschicht. Die Nachmittagsschicht bedeutet, dass ein Arbeitnehmer 75 % und mehr seiner regulären Arbeitszeit nach 12:00 Uhr arbeitet. Die Nachtschicht bedeutet, dass ein Arbeitnehmer 75 % oder mehr seiner regulären Arbeitszeit zwischen 22:00 und 7:00 Uhr des folgenden Tages arbeitet. Die Regelung dieser Einrichtungen ist sowohl gesetzlich als auch tarifvertraglich kodifiziert. Daher fehlt die ITF-Vereinbarung an Bord des Schiffes: Der Reeder hat die gesamte Verantwortung durch die Unterzeichnung der Vereinbarung mit der Besatzungsagentur in Anspruch genommen. Nach Ansicht von Nikolai Suchanow sollte der Reeder Verhandlungen mit der ITF angeschlossenen Taiwan Seafarers` Union aufnehmen und den von der ITF genehmigten Tarifvertrag unterzeichnen. Kürzlich besuchten die Inspektoren der Fernöstlichen Territorialorganisation der Gewerkschaft der Seeleute (SUR FETO) die von Panama flagd m/v Zorina anlegenden M/v Zorina im Hafen von Nakhodka.

Bei der Überprüfung der Dokumente stellten sie fest, dass der mit der Taiwan Seafarers` Union (NCSU) unterzeichnete ITF-Tarifvertrag an Bord war. Aber bei einer gründlicheren Prüfung stellte sich heraus, dass die Situation an Bord nicht so gut war, wie es auf einmal schien.